Scrivener, Papyrus, Ulysses oder doch Google Docs? Wir vergleichen die besten Apps und Programme zum Buch schreiben — mit Funktionen, Preisen und ehrlichen Empfehlungen für Self-Publisher.

Du hast dich entschieden, ein Buch zu schreiben — aber in welchem Programm eigentlich? Microsoft Word ist der Klassiker, aber längst nicht die beste Wahl für Autoren. Mittlerweile gibt es spezialisierte Schreib-Apps, die dich von der ersten Ideensammlung bis zum druckfertigen Manuskript begleiten.
Das Problem: Die Auswahl ist riesig. Scrivener, Papyrus Autor, Ulysses, Novlr, Google Docs, Atticus — jede App verspricht, die perfekte Lösung zu sein. Aber welche Buch-schreiben-App passt wirklich zu dir?
Der folgende Vergleich bewertet die wichtigsten Programme zum Buch schreiben nach Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Preis und Eignung für verschiedene Buchprojekte. Egal ob du einen Roman planst, ein Sachbuch strukturierst oder dein erstes Self-Publishing-Projekt auf Amazon KDP vorbereitest.
Die wichtigsten Schreib-Apps im direkten Vergleich — Funktionen, Preise und Zielgruppen auf einen Blick.
Bevor wir in den Vergleich einsteigen: Nicht jede Textverarbeitung ist eine Schreib-App. Ein gutes Programm zum Buch schreiben unterscheidet sich fundamental von Word oder Google Docs.
Scrivener ist seit über 15 Jahren die erste Wahl professioneller Autoren. Das Programm wurde von einem Autor für Autoren entwickelt — und das merkt man.
Was Scrivener besonders macht:
Preis: 53,99 € (einmalig, macOS/Windows), 27,99 € (iOS)
Geeignet für: Romanautoren, komplexe Buchprojekte, Autoren die gerne planen
Nicht ideal für: Absolute Anfänger (die Lernkurve ist steil), reine Sachbuchautoren mit linearer Struktur
Bewertung: 9/10 — Das mächtigste Werkzeug, wenn du bereit bist, dich einzuarbeiten.
Papyrus Autor ist die einzige professionelle Autorensoftware, die in Deutschland entwickelt wird — und das merkt man an der hervorragenden Duden-Rechtschreibprüfung und dem Stilanalysewerkzeug.
Was Papyrus besonders macht:
Preis: 199 € (einmalig), Upgrade-Preise für neue Versionen
Geeignet für: Deutsche Autoren, die Wert auf Stilanalyse legen, Plotter mit komplexen Handlungen
Nicht ideal für: Budget-bewusste Einsteiger, Autoren die primär auf Englisch schreiben
Bewertung: 8/10 — Hervorragend für deutschsprachige Autoren, aber der Preis ist hoch.
Ulysses ist die Schreib-App für alle, die Ablenkungsfreiheit über alles stellen. Die App nutzt Markdown statt komplizierter Formatierung und synchronisiert nahtlos zwischen Mac, iPad und iPhone.
Was Ulysses besonders macht:
Preis: 5,99 €/Monat oder 49,99 €/Jahr (Abo-Modell)
Geeignet für: Apple-Nutzer, minimalistische Schreiber, Autoren die viel unterwegs schreiben
Nicht ideal für: Windows- oder Android-Nutzer, Autoren die komplexe Strukturen brauchen (kein Corkboard)
Bewertung: 8/10 — Die schönste Schreiberfahrung im Apple-Ökosystem.
Atticus ist relativ neu auf dem Markt und positioniert sich als All-in-One-Lösung für Self-Publisher. Das Programm läuft im Browser und auf allen Plattformen.
Was Atticus besonders macht:
Preis: 147 USD (einmalig, ca. 135 €)
Geeignet für: Self-Publisher die auch formatieren wollen, Autoren mit mehreren Geräten
Nicht ideal für: Autoren die tiefe Planungstools brauchen (kein Corkboard, keine Figurendatenbank)
Bewertung: 7/10 — Stark in der Formatierung, durchschnittlich als Schreibtool.
Ja, Google Docs taucht in dieser Liste auf. Nicht weil es die beste Schreib-App ist — sondern weil überraschend viele erfolgreiche Autoren damit arbeiten.
Was Google Docs bietet:
Was Google Docs fehlt:
Preis: Kostenlos
Geeignet für: Einsteiger, kurze Projekte, Autoren die mit Lektoren zusammenarbeiten
Nicht ideal für: Romane über 200 Seiten (wird unübersichtlich), professionelle Buchformatierung
Bewertung: 5/10 — Funktioniert, ist aber kein Autorenwerkzeug.
Novlr ist eine browserbasierte Schreib-App, die in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Das Tool richtet sich gezielt an Romanautoren und integriert KI-gestützte Schreibhilfen.
Was Novlr besonders macht:
Preis: 10 USD/Monat oder 100 USD/Jahr
Geeignet für: Romanautoren die eine moderne, browserbasierte Lösung suchen
Nicht ideal für: Offline-Schreiber, Autoren die keine Cloud-Lösung wollen
Bewertung: 7/10 — Modern und durchdacht, aber als Abo teurer als Scrivener langfristig.
Die Feature-Matrix zeigt auf einen Blick, welche App welche Funktionen bietet. Grün = vorhanden, Gelb = eingeschränkt, Rot = fehlt.
Die beste Schreib-App ist die, mit der du tatsächlich schreibst. Trotzdem gibt es klare Empfehlungen je nach Situation:
Empfehlung: Scrivener oder Google Docs
Wenn du bereit bist, 54 € zu investieren und eine Woche Einarbeitung einzuplanen: Scrivener. Die Corkboard-Ansicht wird dein Schreiben verändern. Wenn du erstmal nur anfangen willst ohne Hürden: Google Docs. Du kannst jederzeit später wechseln.
Empfehlung: Atticus
Atticus ist die einzige App, die Schreiben und Formatieren in einem Tool vereint. Wenn du regelmäßig Bücher auf Amazon KDP oder anderen Plattformen veröffentlichst, spart dir Atticus den separaten Formatierungsschritt.
Empfehlung: Papyrus Autor
Keine andere Software analysiert deutsche Texte so gut wie Papyrus. Die Stilanalyse zeigt dir Wiederholungen, Füllwörter und schwache Formulierungen — wertvolles Feedback, bevor dein Text ins Lektorat geht.
Empfehlung: Ulysses
Die nahtlose Synchronisation zwischen Mac, iPad und iPhone ist unschlagbar. Wenn du oft unterwegs schreibst und Ablenkungsfreiheit schätzt, ist Ulysses die eleganteste Lösung.
Empfehlung: Google Docs + Reedsy Book Editor
Google Docs zum Schreiben, Reedsy Book Editor (kostenlos) zum Formatieren. Nicht die komfortabelste Lösung, aber sie funktioniert — und kostet keinen Cent.
Die App allein macht noch kein Buch. Entscheidend ist, wie du sie in deinen Arbeitsablauf integrierst.
Ein durchdachter Workflow verbindet Ideensammlung, Schreiben, Überarbeitung und Export zu einem nahtlosen Prozess.
Nutze die Recherche- und Planungsfunktionen deiner App:
Sammle hier alles: Figurenprofile, Plotideen, Recherchematerial, Inspiration. Je besser die Vorarbeit, desto flüssiger das Schreiben. Mehr dazu in unserem Guide zum Manuskript schreiben.
Für den ersten Entwurf gelten zwei Regeln:
Setze dir ein tägliches Wortziel — 500 Wörter für Anfänger, 1.000–2.000 für Fortgeschrittene. Die meisten Schreib-Apps haben ein eingebautes Wortanzahl-Tracking mit Zielen.
Jetzt wird aus dem Rohentwurf ein Buch:
Der letzte Schritt: Dein Manuskript in ein veröffentlichungsfertiges Format bringen.
Einmalkosten vs. Abo — der langfristige Vergleich:
| App | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Scrivener | 53,99 € | 0 € | 0 € | 53,99 € |
| Papyrus Autor | 199 € | 0 € | 0 € | 199 € |
| Ulysses | 49,99 € | 49,99 € | 49,99 € | 149,97 € |
| Atticus | ~135 € | 0 € | 0 € | ~135 € |
| Novlr | ~110 € | ~110 € | ~110 € | ~330 € |
| Google Docs | 0 € | 0 € | 0 € | 0 € |
Fazit zum Preis: Scrivener bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Papyrus ist teuer, aber die Stilanalyse für deutsche Texte rechtfertigt den Preis. Abo-Modelle (Ulysses, Novlr) werden langfristig am teuersten.
Wenn du bisher in Word geschrieben hast und auf eine Autoren-App umsteigst, beachte:
Für absolute Anfänger empfehle ich Google Docs (kostenlos, keine Lernkurve) oder Scrivener (54 €, etwas Einarbeitung nötig, aber deutlich bessere Funktionen). Wenn du auf Deutsch schreibst und Stilfeedback möchtest, ist Papyrus Autor eine Investition wert.
Ja, aber nur ergänzend. Ulysses (iOS) und Google Docs (Android/iOS) eignen sich gut, um unterwegs Ideen festzuhalten oder kurze Szenen zu schreiben. Für längere Schreibsessions brauchst du aber einen Computer mit richtiger Tastatur.
Word funktioniert — aber ab einer gewissen Manuskriptlänge wird es unübersichtlich. Spezialisierte Schreib-Apps bieten Szenenmanagement, Rechercheablage und bessere Exportoptionen. Wenn du ernsthaft ein Buch schreiben willst, lohnt sich der Umstieg.
Die meisten Berufsautoren im deutschsprachigen Raum nutzen Scrivener oder Papyrus Autor. Im englischsprachigen Raum dominiert Scrivener, gefolgt von Ulysses bei Apple-Nutzern. Einige erfolgreiche Autoren schreiben tatsächlich in Google Docs oder sogar in reinen Textprogrammen.
Scrivener und Atticus können dein Manuskript direkt als druckfertiges PDF oder EPUB exportieren. Papyrus bietet grundlegende Formatierung. Ulysses und Google Docs erfordern ein separates Formatierungstool. Vergiss nicht: Unabhängig vom Schreibprogramm brauchst du am Ende ein professionelles Buchcover — denn das ist das Erste, was Leser sehen.
Nutze Cloud-basierte Apps (Ulysses, Google Docs, Novlr) oder aktiviere Cloud-Backup in Scrivener (Dropbox/iCloud). Zusätzlich: Exportiere regelmäßig eine DOCX-Kopie auf eine externe Festplatte. Drei Backup-Orte sind ideal.
Die beste App zum Buch schreiben ist die, die dich nicht vom Schreiben abhält. Ob das Scrivener für 54 € oder Google Docs für 0 € ist — am Ende zählt, dass du tippst.
Meine persönliche Empfehlung für die meisten Autoren: Scrivener. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, die durchdachtesten Funktionen und eine riesige Community, die dir bei Fragen hilft. Für deutsche Autoren, die Wert auf Stilqualität legen, ist Papyrus Autor die Alternative.
Und wenn dein Manuskript fertig ist? Dann brauchst du ein Cover, das genauso professionell ist wie dein Text. Mit buchcover.ai erstellst du KI-gestützte Buchcover, die zu deinem Genre passen — in Minuten statt Wochen. Denn das richtige Cover entscheidet, ob dein Buch in der Amazon-Suche angeklickt wird oder untergeht.
Fang an zu schreiben. Die App kommt von allein. Einen umfassenden Überblick über den gesamten Veröffentlichungsprozess findest du in unserem Self-Publishing-Leitfaden. Und wenn du bereit bist, dein Buch zu vermarkten, helfen wir dir beim visuellen ersten Eindruck.
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